Studie zur familiären Bewältigung der Corona-Krise


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Anliegen und Ziele

Die Coronakrise belastet Familien v. a. durch den Wegfall von Beziehungen. Der damit einhergehende Verlust alltäglicher Strukturen und von Unterstützung erzeugt einen Kompensationszwang, der auf der Kernfamilie lastet. In dieser Situation sind Risikofamilien mit psychischen Problemen und einer hohen Abhängigkeit von institutionellen Hilfen besonders bedroht. Im Rahmen der CorFam-Studie wird der Frage nachgegangen, wie sich Zusammensetzung und Dynamik der sozialen Netzwerke von Familien während des Lockdowns darstellten und wie sich die familiären Netzwerke infolge der Corona-Krise entwickeln.

Die Studie wurde im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 als Forschungspraktikum am Institut für Soziologie und Demographie der Universität Rostock (Dr. André Knabe) auf Initiative der Klinik für Psychiatrie, Neurologie, Psychosomatik und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter (Dr. Olaf Reis, Prof. Dr. Michael Kölch, Prof. Dr. Carsten Spitzer) gestartet. Seitdem wurden 30 Familien in zwei Wellen befragt. Eine dritte Erhebungswelle, die sich mit den langfristigen Veränderungen infolge von Corona und den weiteren aktuellen Krisen in Familien mit psychisch erkrankten Mitgliedern beschäftigt, führt das ROSIS im ersten Halbjahr 2023 im Auftrag der Klinik und unter Leitung von Marén Wins durch.

Veröffentlichungen zum Projekt

AUFSÄTZE IN FACHZEITSCHRIFTEN

  • Knabe, A., Reis, O., Kölch, M., Spitzer, C. & Koevel, A. (2023 – im Erscheinen). The role of social networks and economic capital in familial coping during lockdowns. Soziale Welt (Special Issue: Consequences of the Corona Crisis for Social Inequalities in Germany).
  • Knabe, A., Kölch, M., Spitzer, C. & Reis, O. (2021). Auswirkungen der Coronapandemie auf soziale Netzwerke in Risikofamilien. Psychotherapeut(66), 225–232. https://doi.org/10.1007/s00278-021-00491-9
  • Reis, O., Steigmiller, L., Spitzer, C., Kölch, M. & Knabe, A. (2021). Coping in Familien mit psychisch erkrankten Mitgliedern. Psychotherapeut, 1–7. https://doi.org/10.1007/s00278-021-00492-8

VORTRAG ZUM NACHHÖREN

Organisation und Durchführung

ZEITRAUM:

01.01.2023 – 31.05.2023

PROJEKTVERANTWORTLICHE:

Marén Wins

maren.wins[at]rostocker-institut.org

TEAM (ROSIS):

Marén Wins, Michelle Lehner, Dr. André Knabe

KOOPERATIONSPARTNER:

Prof. Dr. Michael Kölch und Dr. Olaf Reis, Klinik für Psychiatrie, Neurologie, Psychosomatik und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter; Gehlsheimer Straße 20, 18147 Rostock


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